Bühnenabende

Bühnenabende

Im Rahmen des Projektes werden verschiedene Bühnenstücke präsentiert. Die Stücke wurden gemeinsam von MigrantInnen und „Schondagewesenen“ in Laienensembles entwickelt. Uns ist es wichtig, Beispiele einer Zusammenarbeit von MigrantInnen und Deutschen zu zeigen und MigrantInnen als AkteurInnen auf der Bühne zu erleben.

Die Stücke wurden in Mitteldeutschland in verschiedenen Ensembles entwickelt. Das Stück „(Dis) Connected“ entstand im Rahmen einer Workshopreihe des Vereins interaction Leipzig. Das Stück „Madschnun Leila“ entstand in einem Altenburger Ensemble. Das Stück „Anna& Hakim“ ist eine Inszenierung des Aktionstheaters Halle.

 

 

Anna & Hakim

Aufführung: Das Stück ist eine Inszenierung des Aktionstheater Halle e.V. und wurde von Laiendarstellern aufgeführt. Der Inhalt des Stückes ist aus den eigenen Geschichten, Erfahrungen und dem Leben der Darsteller entstanden. Die erste Aufführung in Altenburg fand am 30.01.2018 statt. Eine weitere Aufführungen ist in Planung.

Die Inszenierung „Anna & Hakim“ ist ein Forumtheaterstück. Es lädt ein zum gemeinsamen Dialog. Die Bühne dient der Probe für die Wirklichkeit und bezieht ihr Publikum mit ein. Bei dem Theaterstück geht es um Begegnung, Toleranz und Liebe. „Anna& Hakim“ stehen exemplarisch für 2 Personen die Rassismuserfahrungen im Alltag erleben und diesen scheinbar ohnmächtig gegenüberstehen. Anna, die Deutsche und Hakim, der Flüchtling. In den ersten 30 Minuten des Abends können die Zuschauer erfahren, welche Erfahrungen Anna & Hakim in ihrem Alltag machen: in der Schule, der Öffentlichkeit und im Familienkreis. Im Anschluss daran wird besprochen was auf der Bühne zu sehen war. Einzelne Szenen werden gemeinsam mit dem Publikum erneut bespielt, um darzustellen, wie man sich „anders“ verhalten kann, wie man Rassismus besser entgegenwirken kann. Das Stück richtet sich an Personen, die Rassismuserfahrungen gemacht haben oder potentiell von Rassismus betroffen sind - an Menschen, die sich im täglichen Leben mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen müssen. Das Stück dient dazu eine Plattform zu schaffen sich auszuprobieren, wie man auf alltäglichen Rassismus reagieren kann. Gemeinsam mit dem Publikum wird die Probe auf die Realität gemacht.

Madschnun Laila

Aufführung: Am 09.Mai 2018 war die Premiere des Stückes im Heizhaus Altenburg. Die Aufführung war ausverkauft.

Bei dem Theaterstück „Madschnun Laila“ (Übersetzt Der von Laila Besessene) geht es um eine klassische, orientalische Liebesgeschichte arabischen Ursprungs, ganz ähnlich der bekannten Geschichte von „Romeo und Julia“. Allerdings werden aktuelle Bezüge hergestellt, adaptiert und in das Altenburger Land transferiert. Auch inhaltlich werden klassische Geschlechterrollen aufgebrochen und z.B. auch gleichgeschlechtliche Liebe thematisiert. Das Team der Darstellenden besteht auch bei diesem Stück aus Menschen mit und ohne Fluchterfahrungen.

Geschrieben hat das Stück Ivy Bieber (Migrations- und Integrationsbeauftragte Altenburg) mit Unterstützung einer syrischen Literaturwissenschaftlerin. Weitere prominente und praktische Unterstützung erfährt das Stück von Manuel Kressin (Schauspieldirektor des Theaters Altenburg-Gera). Das Stück wird zusätzlich im Prozess fotografisch begleitet und in einer Ausstellung mit vorangehenden und nachgelagerten Diskussionsrunden zum Thema abgerundet werden.

Regie und Text: Ivy Bieber
Beratung der Regie: Isabelle Aljarkas
Darsteller*innen: Anja Losse, Hamida Samadi, Sandro Külbel, Mathias Geidel, Sabrina Groß, Mohammad Anwar Amiri, Ivy Bieber, Daniela Diersch, Philipp Schmidt, Felicia Descher

My Own Private Family Porn - oder warum ich nie beim Familienduell mitmachen wollte.

Aufführung: 16. November 2018; Christliches Spalatin-Gymnasium Altenburg

Wir sind auf einer Familienfeier. Es ist mein 30ster Geburtstag. Ein Panometer des eigenen Lebens. Das Zukunfts-Ich von damals ist nun Gegenwart im Hier und Jetzt und all die unangenehmen Fragen drängen sich auf: Was wollte ich alles anders machen? Wo befinde ich mich jetzt gerade? Und was zur Hölle haben meine Eltern mit all dem zu tun?

Schonungslos und mutig entblößt sich mein Drama, meine Komödie, meine Performance, mein ganz persönliches Heimatsmedley Familie.

„My Own Private Family Porn“ wirft einen humorvollen und intimen Blick auf verschiedene Identitätsentwürfe von Familie. Wer ist eigentlich der Autor meiner Geschichte(n)? Nenne drei Dinge, die du deiner Mutter schon immer einmal sagen wolltest!

Die transkulturelle Theatergruppe ANDIWONDER ist ein Projekt des interaction Leipzig e.V. von und mit Geflüchteten und Schondagewesenen. ANDIWONDER hat verschiedene Hinter-, Vor- und Zwischengründe aus Syrien, Sachsen oder Frankfurt. Seit Sommer 2015 trifft sich die Gruppe und verhandelt über das Ich, das Andere und das vermeintlich Normale. ANDIWONDER erobert gesellschaftliche Widersprüche und erforscht persönliche Geschichten.

Es spielen: Kenan Alabdallah, Yasser Almarhe, Daniela Döring, Anna Meyer, Henrike Schmidt, Christin Stützer, Saad Yaghi

Regie: Constanze Burger
Dramaturgie: Laura Kröner
Regieassistenz: Christin Stützer
Dramaturgieassistenz: Dana Soubh
Produktionsleitung: Franziska Furcht

 

Frühere Theateraufführungen

(Dis) Connected

Aufführung: 19. Oktober 2017, 18.30 Uhr, Kletterhalle Schmölln (Coßwitzanger 1)

8 Menschen begegnen sich an einem Ort irgendwo zwischen Abreise und Ankunft. In einem Zwischenraum. Ihre Reise macht zufällig eine gemeinsame Pause. Jeder hat sein Gepäck dabei… Geschichten, die erzählen, wie sie von dort nach hier kamen, oder besser von hier nach hier. 8 Menschen, die Held*innen ihrer eigenen Geschichte sind und zu Held*innen ihrer Geschichte werden wollen.

Das Stück „(Dis)Connected“ ist eine Momentaufnahme, ein Unter-die-Lupe-nehmen verschiedener Figuren. Episodenartig erforschen die Spieler*innen das PingPong-Spiel aus Fremdsein und Nähe.
Die Theatergruppe „bar oder ehda“ des Vereins interaction Leipzig ist ein Theaterprojekt von und mit Geflüchteten und Schondagewesenen. Seit Sommer 2015 trifft sich die Gruppe und verhandelt, reflektiert, diskutiert über das Ich, das Andere und das vermeintlich Normale.

Regie: Constanze Burger
Dramaturgie: Laura Kröner
Darsteller*innen: Kenan Alabdallah, Wael Alhamed, Yasser Almarhe, Len-Henrik Busch, Daniela Döring, Anna Meyer, Annelie Richter, Saad Yaghi
Produktion: Julia Eckert, Franziska Furcht